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SPD: Aktiver Umweltschutz sieht anders aus -

Veröffentlicht am 06.04.2019, 21:16 Uhr     Druckversion

Kahlschlag auf dem Bissenmoor

Abholzung auf dem Bissenmoor stößt auf massive Kritik

Bad Bramstedt. Mit ungläubigem Erstaunen haben die Bad Bramstedter Sozialdemokraten von der Abholzung eines Biotops auf dem Bissenmoor erfahren. SPD-Stadtverordnete Karin Steffen: „Ohne jede Diskussion in den städtischen Gremien hat das Bauamt die Abholzung eines Biotops auf dem Bissenmoor veranlasst. Nicht einmal eine vorherige Information an die städtischen Vertreter ist erfolgt.“

In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Planung und Umwelt versuchte das Bauamt die Maßnahme damit zu rechtfertigen, dass an dem Gewässer in diesem Biotop im Herbst gebaggert werden müsse und man dafür Platz brauche. Da Bäume nur bis zum 28.Februar gefällt werden dürften, habe man jetzt handeln müssen.

Karin Steffen: „Im Januar diesen Jahres haben wir im Beisein des damaligen Bürgermeisters im Planungsausschuss einen Bericht des Bauhofes zu geplanten Maßnahmen entgegengenommen – da ist dieses drastische Vorhaben nicht mit einem Wort erwähnt worden. Es fällt mir schwer zu glauben, dass es dort nicht schon in Planung gewesen sein soll. Hier wurde der Diskussion ausgewichen und mit der Motorsäge Fakten geschaffen – mal wieder, muss man leider sagen.“

Die SPD fordert eine vollständige Aufklärung dieses Vorganges und begrüßt es, dass sich aufmerksame Bürger im Nachhinein an die Untere Naturschutzbehörde gewandt haben, um deren Meinung zu diesem Fall einzuholen.

Karin Steffen: „Es zeigt sich mal wieder deutlich, dass das Thema Umwelt unbedingt mehr Aufmerksamkeit braucht und nach unserer Meinung einen eigenen Ausschuss. Der aktuelle Vorgang zeugt von einer Missachtung der ehrenamtlich tätigen Kommunalpolitiker, die so nicht hingenommen werden kann.“

Homepage: SPD Bad Bramstedt