4 Bereisung am 25.08.2015, Naturpark Westensee

Naturpark Westensee: Moornaturierung dauert Jahrzehnte

Der vierte und abschließende Termin der Sommertour führte die SPD-Kreistagsfraktion in den Naturpark Westensee. Mit dabei war auch der örtliche Landtagsabgeordnete Ralf Stegner. Der Naturpark Westensee im Städtedreieck Kiel, Rendsburg und Neumünster gelegen, umfasst eine Fläche von 250 km².

Besuchsziel der Kreistagsfraktion war das Große Moor bei Schülp/Nortorf im Süden des Naturparks.
Der Vorsitzende des Vereins Naturpark Westensee – Obere Eider e.V. und ebenfalls Kreistagskollege Eike Fandrey begrüßte die Besuchsgruppe im Landhotel Möllhagen.
Zunächst stellte Antonia Wanner ein interessantes deutsch-dänisches Projekt vor, das der Naturpark derzeit gemeinsam mit zahlreichen Partnern erarbeitet. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen den Naturparken in Deutschland und Dänemark zu stärken, voneinander zu lernen und  gemeinsame „Produkte“ zu entwickeln. Beteiligt daran sind alle vier Naturparke im Kreis; der Naturpark Westensee übernimmt dabei für diese die Federführung. Das Projekt soll aus dem neuen Interreg A-Programm zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit gefördert werden. Der Antrag soll bis Januar 2016 fertig sein.

Danach ging es ins „Große Moor“. Bedenken bei einigen Teilnehmern, im Moor zu versinken stellten sich als unbegründet heraus. Denn das Moor wurde noch bis 2007 industriell „abgetorft“ und  wird jetzt renaturiert.  Auf den Flächen sollen hochmoortypische Lebensräume wiederhergestellt und entwickelt werden.
Veronika Breuer von der Stiftung Naturschutz erläuterte, dass wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Hochmoorwiederherstellung eine kleinräumige an die örtlichen Verhältnissen angepasste Wiedervernässung ist. Durch den Bau von Grabenstauen und  -verfüllungen und Randwallungen ergänzt durch Oberbodenabtrag soll ein Wasseranstau erreicht werden, der im Jahresmittel idealerweise auf Flurhöhe liegt.  Die Moorwiederherstellung braucht aber ihre Zeit: Zwar können nach zehn Jahren erste Erfolge sichtbar werden, aber bis das Moor seinen ursprünglichen Zustand wieder erreicht hat, gehen mehr als 100 Jahre ins Land.

Martin Tretbar-Endres, Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion im Regionalen Entwicklungsausschuss, der auch für die Naturparke zuständig ist, zog ein positives Fazit: „Es ist beeindruckend, was die Naturparke auf die Beine stellen. Ziel muss es sein, den Menschen die Natur nahezubringen, ohne diese zu zerstören. Ein guter Beitrag dazu wäre es, hier einen Weg anzulegen, der von dem ehemaligen Torfwerk zum Rande des „Großen Moores“ zu einer kleinen Aussichtsplattform führt.“ 

 

 


(Herr Fandrey, Vors. Naturpark Westensee, Herr Dolgner, Fraktionsvorsitzender, Herr Tretbar-Endres, Regionalentwicklungs-A, zuständig für diese Bereisung)

Gespanntes Zuhören beim Vortrag von Frau Wanner zum deutsch--dänischen Projekt und der Zusammenarbeit von Naturparken in Deutschland und Dänemark

Der örtliche Landtagsabgeordnete Ralf Stegner und die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sabrina Jacob, stimmen am Rande noch schnell ein paar Termine ab

Aufmerksam hören die Fraktionsmitglieder den Informationen von Frau Breuer, Stiftung Naturschutz

Frau Breuer hat Kartenmaterial mitgebracht, um anhand dieser Unterlagen eine erste grobe Übersicht zu erhalten (das Auto diente als Pinwand)

Danach ging es zur eigentlichen "Baustelle" ins Moor. Nasse Füße waren garantiert, sofern man nicht das richtige Schuwerk anhatte. Aber die Kreistagsabgeordneten nehmen das gern und freiwillig in Kauf.

 

Dieser Bagger baggert die Gräben aus und stellt die Randverwallungen her. Er kann nicht im Moor versinken, allenfalls mal einsacken, aufgrund der Bodenbeschaffenheit des Moores.
Die Raupe im Hintergrund ist eine umgebauten Pistenraupe und leistet gute Hilfe.

Deutlich sind die Abtragung der Grasnarbe und die kleinen Erdwälle am Rand schon zu erkennen.

Auch hier gibt es reichlich Fragen der Abgeordneten, die ausführlich von Frau Breuer beantwortet werden.

Hier nur ein kleiner Stab. Aber es gibt zig kleine Segmente, nach denen der Abtrag stattzufinden hat, damit garantiert keine anderen Flächen Schaden nehmen.

Hier wird noch einmal anhand der Karte der weitere Umbau erläutert - für jeden sehr gut verständlich und nachvollziehbar. Keiner hätte gedacht, dass so viele Einzelheiten bei der Moornaturierung berücksichtig werden müssen.

 

 
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Landtagsabgeordneter für
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Wahlkreis 12, RD-Süd
www.ralf-stegner.de
 

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www.spd-rd-eck.de/midyatli

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