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Mobilitätsstation oder Parkplatz?

Veröffentlicht am 19.09.2022, 21:56 Uhr     Druckversion

Mobilitätsstation oder Parkplatz?

Mit Umbau der Bushaltestelle am Rungholtplatz wurde dort auch eine moderne Mobilitätsstation eingerichtet. Speziell die Abstellmöglichkeiten für Fahrräder haben zu kontroverser Diskussion geführt. 

Neben dem Einsteigen in die Busse, jetzt mit elektronischer Anzeige, wurde Platz für das Stattauto, E-Ladesäulen, Abstellplätze für die Leihräder der Sprottenflotte und Abstellplatz für E-Scooter geschaffen. Für Radfahrende gibt es Fahrradbügel und Unterstellmöglichkeiten für Räder, auf Wunsch und gegen geringes Entgelt auch verschlossen.

Speziell die Abstellmöglichkeiten für Fahrräder haben zu kontroverser Diskussion geführt. Auch der „Suchsdorfer“ hat sich in einem Artikel negativ hierzu geäußert. Nach der Eröffnung stellte sich heraus, dass die Nachfrage nach solchen Abstellmöglichkeiten vorher gar nicht vorhanden war, diese wurden längere Zeit nur von wenigen Radfahrenden genutzt. Schaut man heute mal auf die Mobilitätsstation, so hat sich das Bild gewandelt. Im verschlossenen Bereich ist die untere Ebene meist ausgebucht und auch offen stehen dort etliche zusätzliche Fahrräder.

Der politische Unterschied liegt im Ansatz

Die dem Radverkehr eher negativ gegenüberstehenden Parteien wollen nur einen bestehenden Bedarf für Radfahrende decken, vorausgesetzt, der PKW-Verkehr lässt dieses ohne Einschränkungen zu. Da es keinen Bedarf an Unterstellplätzen am Rungholtplatz gab, hätte man die Station also nicht einrichten sollen? Auch die Einrichtung der neuen Veloroute 4 längs der Eckernförder Straße wird von diesen Politikern kritisch gesehen. Die aktuelle Anzahl der Radfahrenden lässt sich (zumindest teilweise) noch mit einem bestehenden Radweg bedienen, die Einrichtung der Veloroute 4 auf der Straße scheint ihnen daher unnötig.

Wir von der SPD haben da einen völlig anderen Ansatz. Um unsere Umweltziele zu erreichen und um unsere Wohnquartiere lebenswerter zu gestalten möchten wir, dass möglichst viele Suchsdorfer*innen immer mehr auf das (teure) Auto verzichten können und die Freiheit haben, alternative Verkehrsmittel zu nutzen. Dieses ist nur möglich, wenn deren Nutzung attraktiv ist. Hierzu gehört neben einem attraktiven ÖPNV (auch mit einer zukünftigen Stadtbahn), Leihangeboten für Räder, Scooter und PKW auch komfortable Wege auf dem Fahrrad und zu Fuß.  Wir von der SPD verbessern diese alternativen Verkehrswege in Suchsdorf und Kiel kontinuierlich. Und wir haben Geduld und lassen uns gerne kritisieren. Wir wissen, dass jede Verbesserung zu einer Steigerung der Umsteiger vom PKW führt, das aber mit Zeitverzögerung. Erst wenn ein gutes Angebot da ist, überlegt man, dieses auch zu nutzen. Und bis zur Abschaffung eines (Zweit-) PKW dauert es letztlich Monate bis Jahre. Langfristig bekommen wir so einen veränderten Mix aus Verkehrsmitteln. Dieses führt zu weniger Umweltbelastung und zu mehr freiem Platz im Verkehrsraum auch für die direkten Anwohner*innen.

Bei der Kommunalwahl im Mai 2023 entscheiden Sie, ob die Anstrengungen zur Mobilitätswende mit der SPD fortgesetzt werden sollen – oder von anderen Parteien gestoppt.

 

Homepage: SPD-Suchsdorf