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Zum Internationalen Frauentag

Veröffentlicht am 08.03.2024, 16:40 Uhr     Druckversion

Zum Internationalen Frauentag folgt ein Beitrag unserer Genossin Viktoriana Kostov:

Liebe Nortorferinnen und Nortorfer,

Liebe Genossinnen und Genossen,

 

seit dem Eisenacher Programm von 1869 (https://www.spd-geschichtswerkstatt.de/wiki/Frauen-_und_Gleichstellungspolitik), seit der Umstellung der Organisation von Vertrauensmänner zu Vertrauenspersonen in 1882 und der Einführung des Frauenwahlrechts in 1919 (https://vorwaerts.de/artikel/19-januar-1919-frauen-deutschland-erstmals-waehlen-durften), und folgend darauf seit dem Frauentag, der am 8.März in Hamburg 1923 durch Adelheid Popp und Marie Juchacz wieder eingeführt wurde, ist die Sozialdemokratie in Deutschland und besonders hier im Norden fest überzeugt - Demokratie gibt es nur mit Frauenrechten.

Dann liest man über das Leben und Werk von Adelheid Popp (https://de.wikipedia.org/wiki/Adelheid_Popp) und bei den Sätzen "sie habe dafür gekämpft, dass schrankenlose Macht der Männer (...) aufgehoben wird; sie habe für die Legalisierung der Abtreibung und Lohngerechtigkeit zwischen Geschlechtern gekämpft." halten wir kurz inne.

Moment.

Merkt ihr das auch?

Jede Generation scheint immer wieder von Neuem erklären zu müssen,

dass Frauen (alle, die sich als Frauen verstehen) gleichberechtigt an der gesellschaftlichen Teilhabe sind.

Dass Frauenrechte immer wieder in Frage gestellt werden und dies eines der ersten Zeichen einer aufkeimenden Autokratie ist.

 

Im 21. Jahrhundert sind das

Incels,

Elons,

Rammsteins,

Weinsteins,

Reichelts,

Tates und unzählige andere, die durch Bots auf sozialen Medien künstlich zu Heldenfiguren der Misogynie erhoben werden.

Verbale und physische Gewalt gegenüber Frauen soll normalisiert werden.

Wenn ein Andrew Tate, ein verurteilter Vergewaltiger, Gewalttäter und Menschenhändler, Millionen von Followern auf Instagram, meistens Jungs ab 12 und jungen Männern, beibringt, wie man mit Gewalt gegen Frauen Geld verdient, dann betrifft das auch jede Familie in Nortorf, deren Zöglinge einen Instagram-Account haben.

Solche Menschen sitzen mit ihren Sozialen Medien-Accounts in unseren Wohnzimmern.

Aber Misogynie ist keine Meinungsfreiheit.

Sie zersetzt die Gesellschaft.

Sie ist giftig und gefährlich.

Unzählige Male wurde wissenschaftlich bewiesen, wie Terrorismus und Misogynie eng miteinander verknüpft sind.

Deshalb:

An diesem Tag erinnern wir immer wieder und laut, dass wir auf Schultern der Frauen vor uns stehen, die unsere Rechte erkämpft haben und in Gesetze gegossen haben.

Auch innerhalb der politischen Arbeit ist zu sehen, welche Kraft in dieser Tradition der SPD und ihren Organisationsvorgängerinnen steckt, die Frauenrechte als Grundsatz einer demokratischen Gesellschaft verstanden hatten und es immer wieder tun.

Politische Beteiligung ist gerade jetzt wichtig.

Die Demokratie braucht Frauen.

In der Weltpolitik und auch in unserem Ort.

Am Diplomatentisch gegen Autokraten Deutschland vertretend,

und auch in Nortorf, wenn eine Lehrerin ihr Leben in einer gewaltsamen Beziehung verliert.

Denn es kostet - es kostet die Wirtschaft und es kostet Leben, wenn Gleichberechtigung nicht selbstverständlich ist.

Laut OECD verdienen wir 12% weniger in Schleswig-Holstein für die gleiche Arbeit. 36% weniger in ganz Deutschland.

In Belgien sind das "nur" 1,17%.

Das bedeutet für mich konkret und persönlich, dass ich mit dem Umzug nach Deutschland automatisch einen niedrigeren Lohn einfach hinnehmen soll.

Warum?

Frankreich hat gerade das Recht auf den eigenen Körper und die Entscheidung darüber für alle Frauen in der Verfassung verankert, alarmiert durch die Aufhebung dieses Rechts in den USA.

„Wer sich einbringt, kann auch gestalten.“

Wir haben vor Ort wunderbare, engagierte Frauen, in Parteien, Vereinen und im Amt eine engagierte Gleichstellungsbeauftragte. Vernetzt Euch. Untereinander und mit Frauen.

Denn wir sind da. Und geben keinen Schritt nach.

Familien, Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Politik bestehen aus Müttern, Schwestern, Töchtern.

Und wer sie liebt, bietet Mentoring-Programme, öffnet Türen, fördert sie.

 

Solidarische Grüße,

Viktoriana

Homepage: SPD-Nortorf


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