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Bezahlbares Wohnen: Sommertour der SPD-Kreistagsfraktion
Herausgeber: SPD-Kreistagsfraktion Rendsburg-Eckernförde am: 12.07.2019, 19:04 Uhr

Bezahlbares Wohnen: Sommertour 1 der SPD-Kreistagsfraktion in 2019



Büdelsdorf: Im Rahmen ihrer diesjährigen Sommertour besuchte die SPD-Kreistagsfraktion Rendsburg-Eckernförde am 09.07.2019 die Baugenossenschaft Mittelholstein (bgm), um sich über das Thema „Bezahlbares Wohnen“ zu informieren. 



 „Wir möchten erfahren, was die Menschen im Kreis bewegt und wo vielleicht auch der Schuh drückt“, eröffnete der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Hans-Jörg Lüth die Gesprächsrunde zur Sommertour der SPD-Kreistagsfraktion Rendsburg-Eckernförde. 20 Abgeordnete und Interessierte waren der Einladung in die Büdelsdorfer Geschäftsstelle der Baugenossenschaft Mittelholstein gefolgt, wo sie von den Vorständen Stefan Binder und Wilfried Pahl empfangen wurden. „Leider geht es mittlerweile nicht mehr darum, ob wir Wohnungen bauen wollen oder können, sondern ob und wann wir bauen dürfen“, so Binder, der Bürokratie und langwierige Genehmigungsverfahren als ein entscheidendes Hemmnis für neuen, bezahlbaren Wohnraum ansieht. Trotzdem wolle man weiterbauen: Während die Genossenschaft im vergangenen Geschäftsjahr 133 neue Wohnungen in Kiel, Kronshagen und Büdelsdorf fertigstellen konnte, von denen 76 öffentlich gefördert sind, sei für das laufende Jahr der Bau von 116 Wohnungen in Kiel und 6 Wohnungen in Büdelsdorf geplant. 



  Die 1900 gegründete Baugenossenschaft Mittelholstein  verfügt über rund 4 100 Wohnungen in der Landeshauptstadt und dem Kreis RendsburgEckernförde. Bezahlbares Wohnen zeigt sich bei der Genossenschaft in einem durchschnittlichen Mietniveau von 5,07 Euro pro Quadratmeter. Auch Mietanpassungen seien bei der bgm heute auf maximal 10 Prozent innerhalb von drei Jahren gedeckelt. „Das liegt deutlich unterhalb des gesetzlich Möglichen“, so bgm-Vorstand Wilfried Pahl. Ebenso verzichte man auf Mietanpassungen nach Modernisierungsmaßnahmen.    



Beeindruckt zeigten sich die Politiker von den jüngsten Bauprojekten der Genossenschaft: Im Rahmen des Förderprogramms „Erleichtertes Bauen“ wurden in enger Kooperation mit der Stadt Büdelsdorf Ende letzten Jahres 48 geförderte Wohnungen in der Konrad-Adenauer-Straße fertiggestellt. Geflüchtete und Genossenschaftsmitglieder leben hier Tür an Tür, insgesamt 150 Menschen aus 8 Nationen, davon 50 Kinder. Trotz eines engen Kostenrahmens von 2 000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche wurde nicht auf ansprechende Architektur, ein Vollziegelmauerwerk oder Terrassen und Balkone verzichtet.   



Wie Architektur Kommunikation und Begegnung fördern kann, wurde bei einem anschließenden Rundgang durch den Neubau von 45 Wohnungen in der Büdelsdorfer Akazienstraße deutlich, der Ende 2016 fertiggestellt wurde: Breite Laubengänge, der gemeinsame Innenhof und ein Gemeinschaftsraum werden von den Bewohnern rege genutzt. Binder: „Hier ist eine lebendige Nachbarschaft entstanden, mit regelmäßigen Kaffeenachmittagen und Aktionen.“ Die Nutzungsgebühren für die Wohnungen liegen bei 7,80 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, bei den geförderten Wohnungen sind es 4,97 Euro. „Unsere geförderten Wohnungen unterscheiden sich in puncto Ausstattung nicht von den frei finanzieren Wohnungen“, so Binder auf Nachfrage der Kreispolitiker.   



Bei der abschließenden Diskussionsrunde im Gemeinschaftsraum drehte es sich insbesondere um Fragen des Umweltschutzes. „Das war in der Vergangenheit nicht immer Thema bei uns“, räumte Binder ein, doch habe mittlerweile ein Umdenken stattgefunden. So habe die Genossenschaft innerhalb des letzten Jahres rund 5 000 Quadratmeter an insektenfreundlichen Wildblumenwiesen angelegt, auf den Einsatz von Gift bei der Grünflächenpflege verzichte man bereits seit langem.    



„Wir als Genossenschaft unterscheiden uns deutlich von den sogenannten Heuschrecken am Markt“, warb Binder abschließend für das Modell des genossenschaftlichen Wohnens. Erwirtschaftete Überschüsse des Unternehmens würden nicht abgeschöpft, sondern flössen direkt in den Neubau, die Instandhaltung oder die Modernisierung und kämen damit auch zukünftigen Generationen zugute. Dem pflichtete auch Hans-Jörg Lüth bei: „Genossenschaft ist eine ursozialdemokratische und unterstützenswerte Idee“, so das Resümee des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden.     



 



 





 



Baugenossenschaft Mittelholstein eG Die Baugenossenschaft Mittelholstein eG mit Sitz in Kiel und Büdelsdorf gehört mit einem eigenen Bestand von rund 4.100 Wohnungen und 7.400 Mitgliedern zu den großen Wohnungsbaugenossenschaften in Schleswig-Holstein. 40 qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Genossenschaft befassen sich mit der Verwaltung des eigenen Bestandes, mit dem Neubau von Genossenschaftswohnungen, Eigenheimen und Eigentumswohnungen. Die Verwaltung von Wohnungseigentum umfasst rund 50 Gemeinschaften mit 1.000 Wohnungen und ist ein traditioneller Dienstleistungsbereich des Unternehmens. Der genossenschaftliche Maklerservice und die Geschäftsbesorgung für Dritte ergänzen das umfangreiche Leistungsspektrum.   



Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Baugenossenschaft Mittelholstein eG

Langenbeckstraße 14, 24116 Kiel und Weichselstraße 5, 24782 Büdelsdorf

www.bgm-wohnen.de

Ansprechpartner Medien: Marius Städler, Tel. 04331 357-143, E-Mail: m.staedler@bgm-wohnen.de

Vorstand: Stefan Binder, Wilfried Pahl

Vorsitzender des Aufsichtsrates: Jürgen Röpstorff

Amtsgericht Kiel GnR 421 


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